Bildproduktion

Schriftbilder und klangvolle Worte finden

Um die Gestaltungsmöglichkeiten mit Schrift zu erforschen, suchen die Kinder zunächst klangvolle Worte, die ihnen etwas bedeuten oder die sie gerne schreiben. Es können auch einzelne Buchstaben sein. Hier beginnen wir ganz einfach mit Papier und Bleistift. Durch Wiederholung eines Wortes / Buchstabens erproben sie die Wirkung des sich daraus ergebenen Schriftbildes. Die Kinder entwickeln individuelle Schriftzüge aus ihrer eigenen Handschrift und steigen so – auch ohne perfekt zeichnen zu können oder mit nur wenigen Deutschkenntnissen – schnell in den kreativen Arbeitsprozess ein und können sich über ihre ersten gelungenen Werke freuen.

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Bleistiftübungen mit Schriftzug-Wiederholungen

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Schreibübungen / Aufeinander zuschreiben / Verdichten

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Mit Marker und Packpapier bringen die Kinder ihre Worte in ein größeres Format. Mit der Benutzung der kaligrafischen Spitze der Marker kann der Umgang mit einer größeren Fläche geübt werden und es verändert sich die Schreibhaltung: Mit großen Gesten und lockerem Schriftstil verdichtet sich die Fläche, neue Strukturen entstehen. In kleineren Gruppen schreiben die Kinder aufeinander zu . Die gemeinsam hergestellten Kritzelfelder und Schriftverdichtungen werden zunehmend als Bildkomposition begriffen.

Markerübungen mit Transparenzfolien vor Tonkarton

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Schriftbilder mit Lackmarkern auf Folien und farbiger Karton als Hintergrund

Die nächste Phase – Herstellung des Ausgangsmaterials für unsere Filme: Mit bunten Lackmarkern schreiben die SchülerInnen auf transparenter Folie ihr Wort, wiederholen es, schreiben es auf einer weiteren Folien in einer anderen Farbe und/oder Größe. Hier können sie mit der Wirkung von von kräftigen Farben und der Überlagerung der verschieden gestalteten Folien experimentieren und – rein analog – Bewegungen und Schichtungen ihrer Schriftbilder im Raum und im Zusammenspiel von verschiedenen farbigen Hintergründen erkunden. Dies sind die Vorübungen für die ersten mittels Stop-Motion-Technik animieren Schriftbilder.

Anmiation der Schriftbilder

Jede kleine Veränderung im Bildraum wird fotografiert: Folien bewegen sich langsam übereinander, so dass sich z.B. deutsche Worte mit arabischen Schriftzeichen überlagern und auf unterschiedliche Hintergründe gelegt werden. Einzelne Worte können ausgeschnitten werden und im Bildraum wandern. Mittels Stop-Motion-Technik entstehen kurze Bildsequenzen für erste zeitbasierte Kompositionen.

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Umgekehrt bringen SchülerInnen Ideen aus ihren zuvor gemachten Erfahrungen mit Sprachklang in die Gestaltung ihrer Schriftbilder ein. So entwickeln sie ein Gespür für
stimmige audiovisuelle Bezüge – auch außerhalb der gängigen Seh- und Hörangebote – und bekommen neue Ideen für eine sich aus dem Material ergebende Erzählung.

 

 

 

 

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